Kopfbild
Stefan Müller » Publikationen » Grammatical theory

Grammatical theory: From transformational grammar to constraint-based approaches

Bild: Grammatiktheorie Autor: Stefan Müller

Stichwörter: PSG, GB, GPSG, LFG, CG, HPSG, CxG, TAG, Syntax, Semantik, Deutsch

Dieses Buch ist 2016 erschienen in Textbooks in Language Scineces, No 1, Berlin: Language Science Press. Es ist eine Übersetzung und Erweiterung der zweiten Auflage meines 2010 im Stauffenburg-Verlag erschienen Grammatiktheorie-Buches.

In diesem Buch werden verschiedene formale Grammatiktheorien kurz vorgestellt, die in der gegenwärtigen Theoriebildung eine Rolle spielen oder wesentliche Beiträge geleistet haben, die auch heute noch von Relevanz sind (Phrasenstrukturgrammatik, Transformationsgrammatik/Government & Binding, Minimalism, Generalized Phrase Structure Grammar, Lexical Functional Grammar, Kategorialgrammatik, Head-Driven Phrase Structure Grammar, Konstruktionsgrammatik, Tree Adjoining Grammar, Dependenzgrammatik). Dabei werden die Kernannahmen, die jeweils gemacht werden, erklärt, und es wird gezeigt, wie man in der entsprechenden Theorie Argumente und Adjunkte, Aktiv/Passiv-Alternationen, lokale Umstellungen, die Verbstellung und die Voranstellungen von Wortgruppen über große Entfernungen erklärt.

In einem abschließenden Kapitel werden die verschiedenen Ansätze in Bezug auf ihre Vorhersagen zum Spracherwerb und auf ihre psycholinguistische Plausibilität miteinander verglichen. Die Nativismushypothese, die davon ausgeht, dass Menschen über angeborenes sprachspezifisches Wissen verfügen, wird kritisch beleuchtet und alternative Erklärungsansätze werden aufgezeigt. Kontrovers diskutierte Unterschiede in der Behandlung gewisser Phänomene wie zum Beispiel die Frage, ob man binär oder flach verzweigende Strukturen annehmen sollte, die Frage, ob Konstruktionen über Baumstrukturen oder über Lexikoneinträge erfasst werden sollten, und die Frage, ob abstrakte, nicht-sichtbare Einheiten eine Rolle in syntaktischen Analysen spielen sollten, werden vor dem Hintergrund der vorgestellten Theorien besprochen, und es wird gezeigt, dass sich die verschiedenen Analysen mitunter ineinander umwandeln lassen. Das Buch schließt mit einem kurzen Abschnitt, in dem aufgezeigt wird, wie Eigenschaften, die allen Sprachen bzw. bestimmten Sprachklassen gemein sind, modelliert werden können.

Gliederung

  1. Einleitung und Grundbegriffe
  2. Phrasenstrukturgrammatik
  3. Transformationsgrammatik – Government & Binding
  4. Generalized Phrase Structure Grammar
  5. Merkmalbeschreibungen
  6. Lexical Functional Grammar
  7. Kategorialgrammatik
  8. Head-Driven Phrase Structure Grammar
  9. Konstruktionsgrammatik
  10. Dependenzgrammatik
  11. Tree Adjoining Grammar
  12. Angeborenheit linguistischen Wissens
  13. Generativ aufzählende vs. modelltheoretische Ansätze
  14. Competenz/Performanz-Unterscheidung
  15. Spracherwerb
  16. Binäre Verzweigung
  17. Generative Kapazität und grammatische Formalismen
  18. Lokalität
  19. Rekursion
  20. Leere Elemente
  21. Extraktion, Scrambling und Passiv: ein Regeltyp/Prozess oder mehrere?
  22. Phrasale vs. lexicalische Analysen
  23. Universal Grammar and doing comparative linguistics without an a priori assumption of a (strong) UG
  24. Schlussfolgerung

Download

Der Download dieses Buches ist kostenlos und das wird auch so bleiben, da das Buch als Platin-Open Access-Veröffentlichung bei Language Science Press erscheinen wird. Wenn Ihnen das Buch oder der gesamte Ansatz gefällt, können Sie Language Science Press unterstützen, indem Sie sich als Unterstützer registrieren, indem Sie bei Language Science Press als Community LaTeX-Setzer/Proof reader/XML/LaTeX-Entwickler mitarbeiten, oder indem Sie spenden (flattr ist die bevorzugte Variante).

Empfehlung für den Download: Es hat sich als praktikabler erwiesen, die Dateien erst auf die Festplatte zu speichern (mit gedrückter rechter Maustaste anklicken und Speichern als wählen) und dann mit einem externen Leseprogramm (z.B. skim oder acroread) zu öffnen.

Rezensionen der deutschen Version

  • Rezension von Karen Lehmann in Zeitschrift für Rezensionen zur germanistischen Sprachwissenschaft, 2012
  • Rezension von Wolfgang Sternefeld und Frank Richter in der Zeitschrift für Sprachwissenschaft, 2012
  • Rezension von Werner Abraham in Germanistik, 2012
  • Rezension von Helga Pető-Szoboszlai in Sprachtheorie und germanistische Linguistik, 22.1, 2012, S. 88–92.
  • Rezension/Kommentar von Martin Neef auf lingbuzz, 2013