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Generative approaches to Germanic languages

Autor: Stefan Müller

Stichwörter: Germanisch, V2, Valenz, Scrambling, Verbalkomplex, Passiv, HPSG Light

Müller, Stefan. 2025. Generative approaches to Germanic languages. In Sebastian Kürschner & Antje Dammel (Hgg), The Oxford Encyclopedia of Germanic Linguistics (part of Oxford Research Encyclopedia of Linguistics herausgegeben von Mark Aronoff). Oxford University Press, Oxford, UK. doi:10.1093/acrefore/9780199384655.013.1073

In diesem Aufsatz bespreche ich die Analyse der Germanischen Sprachen im Rahmen der Generativen Grammatik. Ich lege dabei eine weite Interpretation des Begriffs Generative Grammatik zugrunde, die Theorien wie LFG, GPSG und HPSG einschließt. Für die Darstellung benutze ich eine vereinfachte form von HPSG: einfache Strukturbäume in der Art der X'-Theorie erweitert um Valenzinformation. In diesem Überblicksartikel bespreche ich Phänomene, bezüglich derer es einen Konsens zwischen den Theorien gibt. Zum Beispiel ist die Analyse der Verbzweitstellung in den Germanischen Sprachen relativ unkontrovers: Es wird angenommen, dass das finite Verb an die erste Stelle im Satz bewegt wird und dann eine beliebige Konstituente des Satzes davor gestellt wird. Im Aufsatz werden die allgemeinen Grundelagen erklärt und dann Analysen für die Grundstellung in SVO- und SOV-Sprachen entwicklet (SVO = Dänisch, Englisch, Faröisch, Isländisch, Norwegisch, Schwedisch; SOV = Afrikaans, Niederländisch, Friesisch, Deutsch und Dialekte oder Sprachen wie das Schweizerdeutsche und Luxemburgisch). Phänomene wie Scrambling, Verbalkomplexbildung und Passiv und Kasuszuweisung werden ebenfalls diskutiert. Ich verwende Beispiele aus dem Dänischen, Englischen und Deutschen, aber die vorgestellten Analysen funktionieren auch für alle anderen germanischen Sprachen. Generative analysen von Scrambling und Voranstellungen unterscheiden sich darin, welche Positionen als Landeplatz für Konstituenten angenommen werden. So genannte Kartografische Ansätze nehmen Topic- und Focus-Phrasen an, d.h. informationsstrukturelle Kategorien werden zu Bestandteilen der Syntax gemacht. Ich kommentiere solche Ansätze kurz und weise sie zurück.

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